Das Bild zeigt die Einladung zum Fachtag "Caring Communities -Wer sorgt mit?".

Fachtag der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz: „Caring Communities – Wer sorgt mit?“ 

Freiwilliges Engagement in der Kommune zwischen Pflege, Verantwortung und Vielfalt  

„Wir müssen raus aus der Aneinanderreihung von Projekten und brauchen verlässliche organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen für Caring Communities in der Regelversorgung.“ Das ist eine zentrale Botschaft des vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) veranstalteten Fachtags zur Standortbestimmung des freiwilligen Engagements in der Altenpflege. Zum Abschluss des von der Initiative „Daseinsvorsorge vor Ort stärken (DavOr), vom Forum Seniorenarbeit NRW und den NRW-Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz getragenen Themenjahres „Freiwilliges Engagement“ verdeutlichten Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, der Pflegekassen und aus der Wissenschaft die Dringlichkeit, eine verbindliche und zugleich auf die regionalen und lokalen Gegebenheiten abgestimmte Struktur für „sorgende Gemeinschaften“ zu schaffen.  
 
„Jetzt geht es darum, die lokalen und regionalen Initiativen zu verbinden“, betonte die Leiterin der Gruppe Altenpolitik und Pflegerecht im NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), Petra Köster, bei der Veranstaltung im Haus der Technik in Essen. Bei einer Tour durch NRW hatte sich 2025 auch Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann über Projekte vor Ort informiert. Für die Pflegekassen rief Antje Hofmann vom Verband der Ersatzkassen (vdek) dazu auf, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten für Modellversuche in Quartieren zu nutzen. NRW biete dafür dank einer Vielfalt regionaler Netzwerke beste Voraussetzungen. Erfolgreich erprobte Modelle müssten anschließend in die Regelversorgung überführt werden. 
 
Caring Communities sind kein Leitbild von der Stange 

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Vereinbarkeit von Beruf & Pflege ist ein Schlüsselfaktor für Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen

Fachtag des Landesprogramms Vereinbarkeit Beruf & Pflege NRW mit einem Fokus auf Gesundheitsberufen 
 
Immer mehr Pflegebedürftige, immer weniger Pflegefachkräfte: Durch den demografischen Wandel steuert Deutschland auf eine gewaltige Pflegelücke zu. Je nach Szenario liegt die Zahl der Pflegebeschäftigten im Jahr 2049 zwischen 280.000 und 690.000 unter dem Bedarf, der zu erwarten ist. Die Gesundheitsbranche steht bereits jetzt vor einer doppelten Herausforderung: Ein steigender Versorgungsbedarf trifft auf Beschäftigte, die zunehmend selbst Pflegeverantwortung tragen. Überdurchschnittlich viele Pflegefachpersonen – in der Mehrzahl Frauen – reduzieren ihre Arbeitszeit oder verabschieden sich für längere Zeit ganz aus dem Job, um private Pflegeaufgabe für An- und Zugehörige zu übernehmen. Bei der Fachtagung Ende 2025 des Landesprogramms Vereinbarkeit Beruf & Pflege NRW ging es deshalb um die Frage: Wie kann Pflegevereinbarkeit im Gesundheitswesen gelingen, und wie trägt sie zur Versorgungssicherheit und Fachkräftesicherung bei?


Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der 
Pflegekammer NRW richtete sich insbesondere an Führungskräfte und Personalverantwortliche aus dem Gesundheitswesen. Die Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis beleuchteten Lösungswege und Strategien, informierten über wissenschaftliche Erkenntnisse und berichteten über die praktische Umsetzung von Vereinbarkeitslösungen.

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Teilzeit ist eine essenzielle Säule der Wirtschaft

Zur aktuellen Diskussion um eine Einschränkung von Teilzeit-Möglichkeiten: Misstrauensklima sichert kein Fachpersonal und verhindert flexible Lösungen bei zunehmender Digitalisierung 

Teilzeit ist angesichts des Fachpersonalmangels und der Digitalisierung eine essenzielle Säule der Wirtschaft“, ist sich Dr. Alexia Zurkuhlen sicher. Die Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) wundert sich, dass ausgerechnet aus dem Mittelstand eine Einschränkung des Rechts auf Teilzeitarbeit gefordert wird. „Wir beobachten in unserer Arbeit, dass Unternehmen sehr daran interessiert sind, Fachpersonal zu halten und dazu unter anderem flexible Teilzeitvereinbarungen treffen“, erklärte sie. Tatsächlich frage sie sich, so Zurkuhlen, ob den Antragstellern aus den Reihen der Wirtschaft die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Risiken der geforderten Einschränkung bewusst seien.  

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Bundespräsident Steinmeier hat Christine Vogler und Dr. h.c. Andreas Westerfellhaus ins Kuratorium des KDA berufen.

Bundespräsident beruft Christine Vogler und Dr. h.c. Andreas Westerfellhaus ins Kuratorium

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung (KDA) begrüßt zwei neue Mitglieder in seinem Kuratorium: Christine Vogler und Dr. h.c. Andreas Westerfellhaus. Beide wurden vom Bundespräsidenten auf Lebenszeit in das Kuratorium berufen und bringen ausgewiesene Expertise sowie langjährige Erfahrung aus Pflegepraxis, Bildung, Management und Pflegepolitik in die fachliche Beratung des KDA ein.

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Reset Pflegeversicherung: Das Reform-Strategiepapier des KDA jetzt als aktualisierte Kompakt-Version

Die Autorin Nadine-Michèle Szepan sowie die Autoren Prof. Dr. Thomas Klie und Michael Ranft haben das Strategiepapier „Reset Pflegeversicherung – Strukturreform Pflege und Teilhabe III“ aktualisiert. Sie haben auf Grundlage der 14 Thesen des Strategiepapiers und den Ergebnissen aus den regelmäßigen Berliner „Pflegefrühstücken“ für Politik, Wissenschaft und Praxis eine kompakte politische Zusammenfassung mit übersichtlichem Maßnahmenpaket für eine zukunftsfeste, grundlegende Reform der Pflege und der Pflegefinanzierung erarbeitet.
Strategiepapier kompakt Reset_Pflegeversicherung_Kompakt
Strategiepapier Vollversion „Reset Pflegeversicherung – Strukturreform Pflege und Teilhabe III“


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Das Bild zeigt ein Portrait von Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des KDA

Beschluss der Bund-Länder-AG zur Pflege: Zurkuhlen befürchtet weiteren Vertrauensverlust

Die Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), Dr. Alexia Zurkuhlen, zeigte sich wegen der erneut verschobenen Reform der Pflege besorgt. „Der Beschluss bietet nicht den erwarteten Fahrplan zu einer grundlegenden Reform“, betonte sie.

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Das Bild zeigt Referentinnen und Referenten beim Fachtag 2025 des Kuratoriums Deutsche Altershilfe.

Reset Pflege: Reform vom Menschen her denken

Fachtag 2025 des Kuratoriums Deutsche Altershilfe 

Ein grundlegender Reset für die Pflege in Deutschland. Das war das Thema beim Fachtag 2025 des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) in Berlin. Unter dem Leitgedanken „R³ – RE:SET RE:BOOT RE:LAUNCH“ wurden zunächst die notwendigen Reformen für eine zukunftssichere Pflege entworfen und dann der Weg dorthin, zum Beispiel unter Einbindung gestärkter Kommunen, aufgezeigt.  

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Cover der ProAlter 4/25 mit Alter(n) in Japan Alter mann mir Roter Sonne und Kranich

ProAlter 4/25, Schwerpunktthema: Alter(n) in Japan

Was können wir von Japan lernen, wenn es um den Umgang mit Alter, Pflege und gesellschaftlichem Zusammenhalt geht? Kaum ein Land der Welt ist so stark vom demografischen Wandel geprägt – und zugleich so konsequent darin, Antworten zu entwickeln: von der kommunal gesteuerten Pflegeversicherung über quartiersbezogene Versorgungsmodelle bis hin zu einer Demenzpolitik, die Inklusion und … → weiter lesen

Das bild zeigt eine pflegende Angehörige mit ihrem Vater. Dazu gibt es die Information, dass der digitale Adventskalender für pflegende Angehörige am 1. Dezember startet.

Digitaler Adventskalender für pflegende Angehörige

Die Vorweihnachtszeit ist eine besondere Zeit. Sie kann von Ruhe und Vorfreude, aber auch von Hektik und Belastung geprägt sein. Besonders für pflegende Angehörige ist der Alltag oft fordernd. Um in dieser Zeit kleine Lichtblicke zu schenken, haben die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW sowie die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe gemeinsam mit dem  Servicezentrum zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auch in diesem Jahr wieder einen digitalen Adventskalender speziell für pflegende Angehörige zusammengestellt.

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Armut: Das Bild zeigt eine ältere Frau, die Münzen zählt. Foto: istock

Armut im Alter ist vielfältig – Intersektionale Perspektiven in der Seniorenarbeit

#KDAgegenArmut
Armut im Alter ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das neben der ökonomischen Dimension auch tief in soziale Strukturen und individuelle Lebensqualität eingreift. Zudem lassen Armut und weniger Teilhabemöglichkeiten das Vertrauen in Institutionen und die Demokratie schwinden (WSI-Verteilungsbericht 2025). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt die Armutsgefährdungsquote älterer Menschen ab 65 Jahren in Deutschland bei 19,6 Prozent (vgl. Statistisches Bundesamt 2025). Besonders betroffen sind Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Alleinlebende sowie Personen mit gebrochener Erwerbsbiografie. Armut im Alter wirkt nicht isoliert – sie verschränkt sich mit anderen Faktoren wie gesundheitlicher Lage, Bildung, Herkunft oder Diskriminierungserfahrungen. Die Vielfalt älterer Menschen erfordert deshalb differenzierte Analysen und passgenaue wie bedarfsorientierte Unterstützungsansätze (vgl. 9. Altersbericht).

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