KDA-Diskussionspapier „Pflegeversicherung und soziale Gerechtigkeit – Neue Denkansätze für eine Lösung der Heimkostenfrage“ 

Beim Hauptstadtkongress 2026 in Berlin stellte das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) ein Diskussionspapier mit Empfehlungen zur Politikfelder- und sektorenübergreifenden Verknüpfung der aktuellen Sozialreformen wie Pflege- und Rentenreform sowie den Gesundheitsreformen für Notfälle und die Krankenkassen vor. Autoren des Papiers mit dem Titel „Pflegeversicherung und soziale Gerechtigkeit – Neue Denkansätze für eine Lösung der Heimkostenfrage“ sind Prof. Dr. Thomas Klie, Michael Ranft und Nadine-Michèle Szepan, alle Mitglieder im Kuratorium des KDA und Autoren des KDA-Strategiepapiers „Reset Pflegeversicherung – Strukturreform Pflege und Teilhabe III“. Einige Vorschläge aus dem „Reset”-Papier wurden im Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) übernommen. 

Das Autorenteam macht deutlich, dass die Diskussion um Heimkosten zwar politisch und emotional im Mittelpunkt steht, jedoch in einen größeren sozialpolitischen Zusammenhang eingebettet werden muss. Die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Reformen innerhalb der Sozialpolitik, aber auch die Auswirkungen auf Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik werden hier am Beispiel des Triggerthemas „Heimkosten“ und der „Hilfe zur Pflege“ sowie anhand von Beispielen aus anderen Ländern deutlich gemacht.

Das Diskussionspapier, das eine Vorlage zum Zusammendenken der Reformen geben will, wurde im Rahmen eines Satellitensymposiums beim Hauptstadtkongress vorgestellt. Das Symposium mit dem Titel „Pflegereform 2026 als gesellschaftspolitischer Zündfunke. Pflege-, Sozial- und Gesundheitspolitik gemeinsam denken: Impulse für tragfähige und gerechte Gesamtstrategien“ wurde vom KDA gemeinsam mit dem Netzwerk Soziales neu gestalten (SONG) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) veranstaltet.

Zum Diskussionspapier „Pflegeversicherung und soziale Gerechtigkeit – Neue Denkansätze für eine Lösung der Heimkostenfrage“: Diskussionspapier_kda_062026
Kurzfassung:
Diskussionspapier_kda_kurz_v4

KDA-Strategiepapier „Reset Pflegeversicherung – Strukturreform Pflege und Teilhabe III“

Über die Autoren:

Das Bild zeigt Nadine-Michele Szepan

 Nadine-Michèle Szepan, Diplom-Volkswirtin mit Schwerpunkt Gesundheitsökonomie und public health; seit 2010 Leiterin der Abteilung Pflege im AOK-Bundesverband, zuvor beim GKV-Spitzenverband mit dem Schwerpunkt vertragsärztliche Versorgung (2008 bis 2010), beim Hartmannbund (2006 bis 2008), bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (2005 bis 2006) und bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (2000 bis 2005).

Das Bid zeigt Prof. Dr. Thomas Klie

 Prof. Dr. habil. Thomas Klie, bis 2021 Rechts- und Verwaltungswissenschaftler an der Evangelischen Hochschule Freiburg, seitdem Gastprofessor an der Universität Graz. Er leitet das Institut AGP Sozialforschung sowie das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung in Freiburg und Berlin. Er arbeitet als Rechtsanwalt und ist seit Jahrzehnten als Sozialexperte mit der deutschen Gesundheits- und Pflegepolitik beschäftigt und in der Politikberatung tätig

Das Bild zeigt Michael Ranft

  Michael Ranft, Jurist, derzeit Justiziar und Vizepräsident des DRK Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz, zuvor von 2012 bis 2019 Abteilungsleiter für Soziales, Familie und Integration und von 2019 bis 2024 Staatssekretär für Gesundheit, Soziales und Integration jeweils im Brandenburgischen Sozialministerium.

Über das Kuratorium Deutsche Altershilfe: Das Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V. (KDA) arbeitet und forscht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten für ein gutes Leben im Alter(n). Es wurde 1962 von Wilhelmine Lübke und ihrem Ehemann, dem damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke, gegründet. Die Kuratorinnen und Kuratoren werden vom Bundespräsidenten berufen. „Innovation aus Tradition“ lautet der Leitgedanke, der die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im KDA prägt. Die vielfältigen innovativen Pilotprojekte bilden eine Brücke von der Wissenschaft zur Praxis. 

Kontakt: Solveig Giesecke, Pressesprecherin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, Tel: +49 30 / 2218298 – 58; Mail solveig.giesecke@kda.de