Den Wandel zu altersfreundlichen Städten gestalten 

WHO-Kongress Age Friendly Cities, Donostia/San Sebastian 2026  

In Donostia (San Sebastián) kamen bis gestern,18. Juni 2026, Expertinnen und Experten zum Thema „altersfreundliche Städte und Kommunen“ zusammen. Gastgeber des „3rd World Congress of Age Friendly Cities and Communities“ war die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), Dr. Alexia Zurkuhlen, betonte: „Ich habe mich sehr gefreut, die Expertise des Kuratoriums Deutsche Altershilfe in der Organisation von Caring Communities und Koordinierung von Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz dort mit internationalen Vertreterinnen und Vertretern altersfreundlicher Städte zu teilen – und aus den Erfahrungen anderer Länder zu lernen.“
 

Unter dem Motto „Gemeinsam den Wandel gestalten! Eine vernetzte, gerechte und nachhaltige, altersfreundliche Welt für alle Generationen“ kamen eine Woche lang Vertreterinnen und Vertreter aus rund 1700 Städten, sowie aus der Wissenschaft aus mehr als 60 Ländern zusammen. Sie wurden mit einer Videobotschaft von Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus (siehe Foto) begrüßt und ausdrücklich eingeladen, sich zu vernetzen und auszutauschen. So lag auch der thematische Fokus auf der Entwicklung von Netzwerken und Umgebungen, die ein langes, teilhabendes Leben auch im Alter und mit Beeinträchtigungen ermöglichen.  

In verschiedenen Panels und Workshops wurden Themen wie gesellschaftliche Teilhabe – etwa Reisen für pflegebedürftige Personen -, Gesundheit im Gemeinwesen, digitale Inklusion, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit, Pflege, Bekämpfung von Einsamkeit sowie die Schaffung altersfreundlicherer Quartiere fokussiert. Beispiele aus der Praxis, aus Projekten und vor allem den Age Friendly Cities zeigten den manchmal steinigen Weg zu Lösungen auf. 
 
Auf einem Podium war zum Beispiel Radevormwald vertreten, die erste deutsche Stadt, die sich dem Netzwerk bereits vor zehn Jahren anschloss. Inzwischen gehören auch Städte wie Bochum, Düsseldorf, Hamburg, Münster und Stuttgart dem WHO Global Network of Age Friendly Cities and Communities an.   
 
Die Schaffung altersgerechter Umgebungen ist eines von vier vorrangigen Handlungsfeldern der UN-Dekade für gesundes Altern (2021–2030). Die ersten beiden globalen Kongresse zu altersfreundlichen Städten und Gemeinden, die in Dublin und Quebec City stattfanden, waren grundlegend für die Schärfung der Ziele und brachten Städte und Gemeinden zusammen, um Wissen auszutauschen, gemeinsame Prioritäten abzustimmen und sich durch Initiativen wie die Dublin-Erklärung zu Engagement und Maßnahmen zu verpflichten. Bei diesem 3. Kongress ging es nun um Kernfragen der Transformation hin zu altersfreundlichen Städten. 

3rd World Congress of Age Friendly Cities and Communities

About the Global Network for Age-friendly Cities and Communities – Age-Friendly World

Kontakt: Solveig Giesecke, Pressesprecherin des KDA, Tel. +49 30 / 2218298 – 58; 
Mail solveig.giesecke@kda.de