Das Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung (KDA) begrüßt zwei neue Mitglieder in seinem Kuratorium: Christine Vogler und Dr. h.c. Andreas Westerfellhaus. Beide wurden vom Bundespräsidenten auf Lebenszeit in das Kuratorium berufen und bringen ausgewiesene Expertise sowie langjährige Erfahrung aus Pflegepraxis, Bildung, Management und Pflegepolitik in die fachliche Beratung des KDA ein.
Das Kuratorium des KDA umfasst knapp 60 Kuratorinnen und Kuratoren aus Wissenschaft, Politik, Praxis und Zivilgesellschaft. Es begleitet die Arbeit der Stiftung fachlich und strategisch und unterstützt deren Ziel, die Lebensqualität älterer Menschen nachhaltig zu verbessern.
Wertvolle Impulse für die Arbeit des KDA
„Mit Christine Vogler und Dr. Andreas Westerfellhaus gewinnt das Kuratorium Deutsche Altershilfe zwei ausgewiesene Persönlichkeiten, die Pflege aus unterschiedlichen Perspektiven kennen und gestalten“, unterstrich Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des KDA. „Ihre Expertise wird die Arbeit des KDA bereichern und wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte Altenhilfe und Pflege setzen.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beide Persönlichkeiten auf Empfehlung des KDA-Kuratoriums berufen und ihnen in persönlichen Schreiben „viel Erfolg“ für ihr Engagement im KDA gewünscht. Der Bundespräsident ist Schirmherr des KDA.
Christine Vogler – Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Christine Vogler (*1969) zählt zu den zentralen Stimmen der professionellen Pflege in Deutschland. Sie ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, Diplom-Pflegepädagogin und seit 2021 Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR), dem wichtigsten Dachverband der Pflegeprofessionen. In dieser Funktion prägt sie maßgeblich die pflegepolitische Diskussion auf Bundesebene.
Ihre berufliche Laufbahn ist geprägt von einer engen Verbindung zwischen Pflegepraxis, beruflicher Bildung und strategischer Weiterentwicklung des Berufs. Nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am Krankenhaus Berlin-Neukölln war sie mehrere Jahre in der Ausbildung von Pflegefachpersonen tätig und schloss 2001 ihr Studium der Pflegepädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin ab. Es folgten leitende Positionen in der Pflegeausbildung, unter anderem als langjährige Leiterin der Wannsee-Schule e. V. sowie als Studienzentrumsleiterin der Hamburger Fern-Hochschule.
Seit 2020 ist Christine Vogler Geschäftsführerin des Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe, einem großen Ausbildungsverbund von Charité und Vivantes. Ihr besonderes Engagement gilt der Stärkung der generalistischen Pflegeausbildung, der Professionalisierung der Pflege, der Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der gesellschaftlichen Sichtbarkeit und Wertschätzung des Pflegeberufs.
Dr. h.c. Andreas Westerfellhaus – Staatssekretär a. D. und ehemaliger Pflegebevollmächtigter
Andreas Westerfellhaus (*1956) ist eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Pflegepolitik der vergangenen Jahrzehnte. Als ausgebildeter Krankenpfleger mit Fachweiterbildung in Intensivpflege und Anästhesie verbindet er langjährige praktische Erfahrung mit unternehmerischem und politischem Wirken.
Nach Tätigkeiten als Pflegefachkraft und in leitenden Funktionen baute Dr. Andreas Westerfellhaus mehrere Einrichtungen im Gesundheits- und Bildungsbereich auf, darunter die Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen in Gütersloh. Von 2009 bis 2017 war er Präsident des Deutschen Pflegerats und setzte sich in dieser Zeit intensiv für die Professionalisierung der Pflege und bessere Rahmenbedingungen ein.
Von 2018 bis 2022 wirkte er als Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung und vertrat die Interessen von Pflegebedürftigen und Pflegekräften direkt gegenüber der Bundespolitik. In dieser Funktion war er maßgeblich an Reformprozessen beteiligt und engagierte sich insbesondere für bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, die Stärkung der pflegerischen Selbstverwaltung, die Entlastung pflegender Angehöriger sowie für Innovation und Digitalisierung im Gesundheitswesen.
„Das KDA heißt beide neuen Kuratoren herzlich willkommen und freut sich auf die Zusammenarbeit“, betonte Dr. Zurkuhlen.
Das Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung e. V. (KDA) wurde 1962 von Wilhelmine Lübke und ihrem Ehemann, dem damaligen Bundespräsidenten, Heinrich Lübke, gegründet. Ziel: Ein gutes Leben im Alter(n) zu gestalten – und dies unabhängig, überparteilich, nur der Sache verpflichtet. Dabei ist die wissenschaftliche, forschende Arbeit ebenso wichtig wie die praktische Umsetzung zunächst in Pilotprojekten, dann in der Praxis.
Kontakt für Medienanfragen: Solveig Giesecke, Pressesprecherin des KDA, Tel. +49 30 / 2218298 – 58,
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