Pflegereform: „Es braucht mehr als ein Sparprogramm“

KDA nimmt in Reaktionspapier Stellung zu 20 Thesen, die beim GdW 2026 vorgestellt wurden

Der Gesundheitskongress des Westens (GdW), der gerade in Köln stattfand, brachte wieder Akteure zusammen, die nach vorne denken und Gestaltungswillen mitbrachten. Unter dem Motto „Produktivität freisetzen, Ambitionen leben!“ diskutierten rund Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Selbstverwaltung, Krankenkassen, Krankenhäusern, Wissenschaft und Versorgung zwei Tage lang darüber, wie das Gesundheitswesen seine vorhandenen Ressourcen besser nutzen, Strukturen modernisieren und mehr Freiräume für Innovation schaffen kann.

Ein Thema war auch die Reform der Pflege. Nach 30 Jahren Pflegeversicherung steht die notwendige Anpassung aus. Bislang gab es nur Korrekturen an Stellschrauben. Die schwarz-rote Koalition will nun einen Reformvorschlag vorlegen. „Doch was es braucht, ist mehr als ein Sparprogramm“, betonte Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), die sowohl auf Panels als auch in Gesprächen für eine „grundsätzliche Reform des Pflegesystems“ warb.

„Der Gesundheitskongress des Westens gab Gelegenheit, sowohl die Herausforderungen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung zu einzuordnen, aber vor allem auch die gesellschaftlichen Chancen und volkswirtschaftlichen Möglichkeiten aufzuzeigen, die in echten Reformen liegen können.“ Die Notwendigkeit einer Finanzreform der Pflegeversicherung sei unbestritten, so Zurkuhlen, „jedoch muss es uns gelingen, auch das Pflegesystem insgesamt an die Lebenswirklichkeiten der Menschen“ anzupassen. Dazu gehöre eine lebensphasenorientierte Begleitung ebenso wie eine integrierte Versorgungslandschaft, Prävention und Bildung. Nur so könne es gelingen, Potenziale zu heben, die den Menschen und der Volkswirtschaft insgesamt zugutekämen.

Konkret formulierte das Kuratorium Deutsche Altershilfe seine Vorschläge zur Reform der Versorgungssysteme in einer Reaktion auf die 20 Thesen zum Gesundheitskongress des Westens:

20 Thesen zum 20. Gesundheitskongress des Westens

KDA_Thesenreaktion_GdW2026

KDA-Strategiepapier zur Reform der Pflege: Reset_Pflegeversicherung_Kompakt

KDA-Strategiepapier zur Reform der Pflege, Langfassung: Strukturreform_Pflege_und_Teilhabe_III_2025

Foto oben v.l.n.r.: Berit Schoppen (Moderation), Petra Köster (MAGS NRW), Peter Renzel (Stadt Essen), Dr. Alexia Zurkuhlen (KDA), Andreas Storm (DAK-Gesundheit), Thomas Eisenreich (Home Instead) beim Gesundheitskongress des Westens 2026 ©: ISO/Schmidt-Dominé

Kontakt: Solveig Giesecke, Pressesprecherin des KDA, Tel. +49 30 / 2218298 – 58, 
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