Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), begrüßt mehrere Vorschläge der Rentenkommission: „Einige Empfehlungen können das Rentensystem revitalisieren und dazu beitragen, die Akzeptanz der notwendigen Reform zu erhöhen. Das gilt insbesondere für die Ausweitung der Beitragspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung. Es wäre folgerichtig, wenn der Mut zu diesem Schritt auch bei der Reform der Kranken- und Pflegekasse aufgebracht würde.“ Ebenso positiv im Sinne einer nachhaltigeren Finanzierung der Rente bewertet die KDA-Vorständin die Einführung einer gesetzlichen Kapitalrente, die Prüfung und Steuerfinanzierung der versicherungsfremden Leistungen sowie das regelmäßige Monitoring aufgrund einer erweiterten Datenbasis inklusive Anpassungsmechanismen.
Es sei essenziell, so betonte Zurkuhlen weiter, die Sozialreformen nicht isoliert, sondern zusammen mit weiteren Handlungsfelder zu denken. Als Beispiel nannte sie Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge: „Die Rentenkommission hat zu Recht die berufliche Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation mitgedacht und an verschiedenen Punkten den Arbeitsfähigkeitsstatus angesprochen. Hier bietet sich eine Verknüpfung mit den Präventions- und Rehabilitationsabsichten der Kranken- und Pflegeversicherung an. Die Wechselwirkungen und Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Reformen und deren Begleitgesetze sollten ausreichend beachtet werden. Nahezu jede Reformbestrebung betrifft auch andere Bereiche der Sozial-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik.“
Zurkuhlen wies darauf hin, dass das KDA ein aktuelles Diskussionspapier mit Empfehlungen zur Umsetzung einer solchen ganzheitlichen, sektorenüberwindenden Verknüpfung der Reformen erarbeitet. Die Wechselwirkungen werden hier etwa am Beispiel des Triggerthemas „Heimkosten“ und der „Hilfe zur Pflege“ samt Auswirkungen sowie anhand von Beispielen aus anderen Ländern deutlich gemacht.
Ebenso veranstaltet das KDA gemeinsam mit dem Netzwerk Soziales Neu Gestalten (SONG) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ein Symposium beim Hauptstadtkongress mit dem Titel: „Pflegereform 2026 als gesellschaftspolitischer Zündfunke. Pflege-, Sozial- und Gesundheitspolitik gemeinsam denken: Impulse für tragfähige und gerechte Gesamtstrategien“ (Mittwoch, 24.06. 12:00 – 13:30 Uhr, Raum Beta 6). Das Diskussionspapier soll beim Symposium vorgestellt werden.
Link zum Symposium
Kontakt: Solveig Giesecke, Pressesprecherin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, Tel. +49 30 / 2218298 – 58; Mail: solveig.giesecke@kda.de
