Wechsel im Aufsichtsrat des KDA

Und Neubesetzung der Position der wissenschaftlichen Leitung 

Die jüngste Aufsichtsratssitzung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung (KDA) brachte einige personelle Veränderungen. So wurden ein neuer Vorsitz und eine neue Stellvertretung des Gremiums gewählt. Zudem wurde dem bisherigen Bereichsleiter Alter, Pflege, Demenz und Wohnen des KDA, Christian Heerdt, die wissenschaftliche Gesamtleitung des KDA übertragen.  
 
Zum neuen Vorsitzenden des Gremiums wurde einstimmig André Vater gewählt, Frau Dr. Rosa Adelinde Fehrenbach wurde ebenfalls einstimmig zu seiner Stellvertreterin gewählt. Das neue Führungsduo löst Frau Dr. Lale Akgün und Herrn Dr. Marcus Waselewski ab. Beiden wurde sehr herzlich für ihr Engagement gedankt. Sowohl Frau Dr. Akgün als auch Herr Dr. Waselewski gehören dem Aufsichtsrat des KDA weiterhin an.  

 

André Vater (Foto links)

2019 wurde André Vater ins Kuratorium des KDA berufen und brachte sich bereits in den vergangenen Jahren in die Aufsichtsratsarbeit ein.  
 
Vater: „Ich freue mich sehr mit dem hochprofessionellen Team des KDA um unsere Vorständin, Frau Dr. Alexia Zurkuhlen, herum mit Schwung und Rückenwind den Weg des KDA in die Zukunft mitgestalten zu dürfen. Man wird weiter in den Diskussionen um die Altenhilfe in Deutschland von uns hören.“ 
 
Vater ist seit 2018 als Vorstand für die Gesamtleitung der Bremer Heimstiftung und ihrer Tochtergesellschaften zuständig. Dort begann er seine Tätigkeit 1999 – und war vor seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden als Finanzvorstand für die kaufmännische Leitung der Stiftung verantwortlich. 

Der Diplom-Kaufmann hat sein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt im Revision- und Treuhandwesen an der Universität Hamburg absolviert. Vor seinem Wechsel zur Bremer Heimstiftung hatte er Leitungspositionen in verschiedenen sozialwirtschaftlichen Unternehmen inne, wie etwa in einer Hilfsorganisation, in Einrichtungen der Behindertenhilfe und in einem Akut-Krankenhaus. Während einer Periode der freien Tätigkeit als Berater für sozialwirtschaftliche Unternehmen lag sein Arbeitsschwerpunkt in den Bereichen der „Sanierung“ und des „Management auf Zeit“. 

André Vater ist Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung „Maribonda da Floresta“, Osterholz-Scharmbeck, sowie Vorsitzender des Stiftungsrates der „Hans-Wendt-Stiftung“, Bremen. Weiterhin ist er als Vorstandsvorsitzender für die in Bremen ansässige „Stefanie-Gregar-Stiftung“ tätig. 
 

 Dr. Rosa Adelinde Fehrenbach 

Auch Frau Dr. Fehrenbach war bereits vor ihrer Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden des KDA-Aufsichtsrats Mitglied in dem Gremium. Sie wurde 2013 vom Bundespräsidenten ins Kuratorium berufen. 
 
Dr. Fehrenbach: „Die wertvolle Arbeit des KDA hat mich in den über 40 Jahren meiner ärztlichen Tätigkeit als Gerontopsychiaterin begleitet und inspiriert. In dieser Zeit hat sich vieles in der Versorgung älterer Menschen entwickelt, es stehen aber weiterhin große Herausforderungen an. Das Team des KDA ist gut aufgestellt, auch in Zukunft Lösungen zu entwickeln. Ich freue mich, das Team um die Vorständin, Frau Dr. Zurkuhlen, gemeinsam mit dem gesamten Aufsichtsrat unterstützen zu dürfen. 

Nach dem Studium der Humanmedizin absolvierte Frau Dr. Fehrenbach die Weiterbildung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin und Geriatrie. Von 2002 bis zum Erreichen der Altersgrenze Ende 2024 leitete sie als Chefärztin die Gerontopsychiatrische Klinik der SHG-Kliniken Sonnenberg, Saarbrücken und ist seitdem als niedergelassene ärztliche Psychotherapeutin in einem Ärzteverbund tätig. Sie ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -Psychotherapie (DGGPP) und Lehrbeauftragte sowie Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und -Psychotherapie (DAGPP). Zudem engagiert sie sich seit vielen Jahren als Vorsitzende in der Deutschen Alzheimergesellschaft Landesverband Saarland, seit November 2024 gehört sie auch dem Vorstand der Deutschen Alzheimergesellschaft e.V. an. 

Im Jahr 2019 wurde sie vom saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Landesärztin für an Demenz erkrankte Menschen ernannt. Im September 2019 wurde ihr für ihre Verdienste und das Engagement bei der Versorgung gerontopsychiatrischer und besonders dementer Patientinnen und Patienten die Ehrenplakette der Ärztekammer des Saarlandes verliehen. 
 

Christian Heerdt (Foto rechts)

Als Fachbereichsleiter für die Themen Wohnen und Quartiersgestaltung, Entwicklung und Förderung Alter, Pflege und Demenz ist Christian Heerdt bundesweit für das KDA unterwegs. Er wird nun als wissenschaftlicher Leiter die Handlungsfelder des KDA mitverantworten und die strategische Weiterentwicklung der Organisation voranbringen. Christian Heerdt ist seit 2012 im KDA tätig. 

Christian Heerdt ist Sozialwissenschaftler, M.Sc., und studierte empirische Sozialforschung, Sozialpolitik und Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Nach Forschungstätigkeiten für das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und das Institut für Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität zu Köln, ist er seit 2012 beim KDA beschäftigt. Als Fachbereichsleiter verantwortet und steuert er die inhaltliche Arbeit sowie die Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu den Themenkomplexen Pflege und Gesundheit, Wohnen, Demenz, Sozialraumentwicklung und Caring Communities im KDA. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Gestaltung sorgender Gemeinschaften sowie der Integration sozialraumorientierter Versorgungsstrukturen. Zuletzt veröffentlichte er im Nomos Verlag das Buch „Sozialraumagenturen in der Langzeitpflege“ (2022). Er ist Mitherausgeber des Fachmagazins ProAlter und publiziert regelmäßig zu sozialpolitischen und versorgungsstrategischen Zukunftsfragen. 


Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung:

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V. (KDA) arbeitet und forscht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten für ein gutes Leben im Alter(n). Es wurde 1962 von Wilhelmine Lübke und ihrem Ehemann, dem damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke, gegründet. Die Kuratorinnen und Kuratoren werden vom Bundespräsidenten berufen.

„Innovation aus Tradition“ lautet der Leitgedanke, der die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler prägt. Das KDA versteht sich als Think-to-Act-Tank, die vielfältigen Pilotprojekte bilden eine Brücke von der Wissenschaft zur Praxis. Ging es früher vor allem um eine Reform der Heimstruktur und die Stärkung ambulanter Pflege, so geht es heute um alle Facetten des Lebens im Alter(n), von Prävention über die Demokratisierung des Alters und diversitätssensible Angebote bis hin zur Gestaltung altersgerechter Quartiere und Communities sowie etwa die faire Anwerbung und Integration internationalen Pflegepersonals.

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Medienkontakt: Solveig Giesecke, Pressesprecherin des KDA: Tel. +49 30 / 2218298 – 58, Mail solveig.giesecke@kda.de